Historie

Historie

Die Geschichte der GEDOK
Verband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstfördernden e. V.
[Verbandsname bis 16.9.2017: Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstförderer e. V.]

Der Ursprung der GEDOK führt zurück ins Jahr 1926, als die Mäzenin Ida Dehmel (1870-1942) in Hamburg den 1913 von ihr gegründeten „Bund Niederdeutscher Künstlerinnen“ um den „Bund Hamburgischer Künstlerinnen und Kunstfreundinnen“ erweiterte. Daraus rief Ida Dehmel aus mehreren örtlich agierenden Verbänden 1927 den ersten überregionalen „Bund Deutscher Künstlerinnen“ ins Leben, dem der Verband künstlerischer Frauenorganisationen Österreichs namens „Panthea“ als Kooperationspartner beitrat. Der Gesamtverband erhielt dabei den Namen „Gemeinschaft Deutscher und Oesterreichischer Künstlerinnenvereine aller Kunstgattungen“ mit dem Akronym GEDOK.

Ida Dehmel war Werkbundmitglied und im Vorstand des ersten Zonta-Clubs. Nicht nur hier trat sie für die Rechte von Frauen ein. Insbesondere förderte sie Künstlerinnen, indem sie für deren Unterstützung ein Netzwerk engagierter Mäzeninnen ins Leben rief. 1933 wurde Ida Dehmel aufgrund ihrer jüdischen Wurzeln zum Rücktritt aus dem Vorstand gezwungen und schließlich aus der GEDOK ausgeschlossen. Krank und sehr von den Verfolgungen dieser Zeit mitgenommen, ist sie 1942 gestorben.

Ida Dehmel (1870-1942)

Die jüdische Kunstmäzenin und Frauenrechtlerin Ida Dehmel gründete 1926 in Hamburg die GEDOK als „Gemeinschaft Deutscher und Oesterreichischer Künstlerinnenvereine aller Kunstgattungen“.

Die GEDOK war spartenübergreifend angelegt und nahm neben Künstlerinnen auch Kunstförderer als Mitglieder auf. Ida Dehmel selbst nannte die GEDOK eine “bewusst unpolitische, ganz und gar auf Hilfsbereitschaft und Liebe zur Kunst aufgebaute Gemeinschaft”. Zu den zahlreichen Mitgliedern zählten Frauen wie Mary Wigman, Anita Rée, Alma del Banco, Ina Seidel und Gertrud Eysoldt.

Ida Dehmel war Werkbundmitglied und im Vorstand des ersten Zonta-Clubs. Nicht nur hier trat sie für die Rechte von Frauen ein. Insbesondere förderte sie Künstlerinnen, indem sie für deren Unterstützung ein Netzwerk engagierter Mäzeninnen ins Leben rief. Rasch folgten GEDOK-Gründungen in Hannover, Köln, Heidelberg und Karlsruhe.

Doch Ida Dehmel wurde aufgrund ihrer jüdischen Wurzeln 1933 zwangsweise aus der GEDOK ausgeschlossen. Krank und sehr von den Verfolgungen dieser Zeit mitgenommen, ist sie 1942 gestorben.

Ihr Anliegen der Gleichstellung von Frauen in den Künsten ist heute nicht minder aktuell als damals.